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MiniMax stellt LLM „M3.1 Flash“ für agentische Anwendungen vor – getarntes Modell „Space Bunny“ enttarnt

MiniMax、エージェント向けLLM「M3.1 Flash」発表 覆面モデル「Space Bunny」の正体と判明

Das chinesische KI-Unternehmen MiniMax hat am 19. Oktober (japanischer Zeit) das LLM „MiniMax M3.1 Flash“ für Coding und agentische Anwendungen vorgestellt. Das Unternehmen erklärte, das getarnte Modell „Space Bunny“, das auf den weltweiten Ranglisten für Aufsehen gesorgt hatte, sei eine Vorabversion dieses Modells gewesen. Die offenen Modellgewichte sollen am 23. Oktober veröffentlicht werden. Die API kostet pro 1 Million Token 0,15 US-Dollar für Eingaben und 0,60 US-Dollar für Ausgaben.

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Das getarnte Modell ist ein auf Coding spezialisiertes Flash-Modell

Ein Modell taucht plötzlich auf einer Rangliste auf und hält sich dort weit oben, während Name und Entwickler geheim bleiben. In der KI-Branche kommt das gelegentlich vor, doch bei „Space Bunny“ wurde das Rätsel nun schnell gelöst: Dahinter steckt MiniMax M3.1 Flash. Das Unternehmen erklärte, die Vorabversion habe unter verborgen gehaltener Identität insgesamt mehr als 200 Billionen Token verarbeitet und sei auf den weltweiten Ranglisten auf Platz eins gelandet.

M3.1 Flash ist für Coding und agentische Anwendungen ausgelegt, bei denen eine KI selbstständig Arbeitsschritte plant und Aufgaben erledigt. Das Modell gibt Text und Code aus und gehört zu einer anderen Produktlinie als die Videogenerierungs-KI „MiniMax H3“. Es ist multimodal und kann auch Eingaben jenseits von Text verarbeiten. Sein Kontextfenster – die Eingabemenge, die es auf einmal lesen kann – umfasst 1 Million Token. Außerdem lässt sich stufenweise einstellen, wie gründlich das Modell vor einer Antwort nachdenken soll.

Tests unter falschem Namen durchführen und erst nach dem Sammeln von Rückmeldungen die eigene Marke offenlegen: Im aktuellen KI-Wettbewerb scheint dies eine Methode zu sein, um Daten aus einer Nutzung ohne vorgefasste Erwartungen zu gewinnen.

Preis und Geschwindigkeit zielen auf agentische Anwendungen

MiniMax hebt vor allem hervor, dass M3.1 Flash im Vergleich zum bisherigen Spitzenmodell „MiniMax M3“ ein Drittel so viel kostet und dreimal so schnell ist. M3 wird vom Unternehmen seit Juni angeboten. M3.1 Flash ist darunter als leichtere und schnellere Version positioniert. Diese Multiplikatoren sollte man jedoch als Werbeaussagen des Unternehmens verstehen.

Die API kostet einheitlich 0,15 US-Dollar pro 1 Million Token für Eingaben (etwa 24 Yen, umgerechnet mit 1 US-Dollar = rund 158 Yen) und 0,60 US-Dollar für Ausgaben (etwa 95 Yen). Für das Lesen zwischengespeicherter Inhalte, die bereits einmal eingelesen wurden, sinkt der Preis auf 0,015 US-Dollar (etwa 2 Yen). Das Modell ist über die MiniMax API, den Tarif „M Plan“ und die Desktop-App „MiniMax Code“ verfügbar.

Bei agentischen Anwendungen kommt es nicht allein auf die Intelligenz des Modells an. Da dieselben Anweisungen und Unterlagen immer wieder eingelesen und verschiedene Lösungswege ausprobiert werden, steigt der Tokenverbrauch schnell an. Dass der Preis für das Lesen aus dem Cache auf ein Zehntel des Eingabepreises gesenkt wurde, lässt sich als Auslegung auf solche Nutzungsszenarien verstehen.

Benchmarks nach Stärken aufgeschlüsselt betrachten

MiniMax hat die Leistungswerte in einer Vergleichstabelle veröffentlicht. Im Test „Automation-Bench v1.0.6“, der die Fähigkeit zur Automatisierung von Arbeitsabläufen misst, erzielte das Modell 62,2 Prozent und lag damit unter sieben verglichenen Modellen auf Platz eins. Auf Platz zwei kam „DeepSeek-V4.1-Flash-1017“ mit 60,5 Prozent, „Claude Opus 5“ erreichte 50,3 Prozent.

Im Test „DeepSWE v1.1“, der die Genauigkeit bei der Codekorrektur misst, kam das Modell dagegen auf 73,7 Prozent und blieb damit hinter dem Spitzenreiter DeepSeek-V4.1-Flash-1017 (77,0 Prozent). Auch beim bildbasierten Schlussfolgern im Test „BabyVision“ lag es mit Werkzeugnutzung mit 91,0 Prozent unter den 94,1 Prozent von Claude Opus 5.

Im Vergleich zeigt sich: Bei der Automatisierung von Arbeitsabläufen liegt das Modell vorn, bei Codekorrektur und visuellem Schlussfolgern gehört es zur Spitzengruppe, doch jeweils ein anderes Modell führt. Statt es pauschal als „insgesamt das stärkste“ Modell zu bezeichnen, sollte man prüfen, welcher Messwert der eigenen Anwendung am nächsten kommt. Das entspricht eher der tatsächlichen Leistung.

Die wichtigsten veröffentlichten Werte

Automation-Bench v1.0.6: 62,2 Prozent (Platz 1 unter 7 verglichenen Modellen); DeepSWE v1.1: 73,7 Prozent (Spitzenwert: 77,0 Prozent); BabyVision mit Werkzeugnutzung: 91,0 Prozent (Claude Opus 5: 94,1 Prozent). Alle Werte stammen aus von MiniMax veröffentlichten Vergleichen.

Bei der Veröffentlichung zählen Modellgewichte und Lizenz

Die offenen Modellgewichte sollen am 23. Oktober veröffentlicht werden. Am 19. Oktober waren jedoch weder der Veröffentlichungsort der Gewichte noch die Parameterzahl oder die geltende Lizenz bekannt. Die Parameterzahl ist eine wichtige Grundlage, um abzuschätzen, ob das Modell auf dem eigenen Rechner ausgeführt werden kann.

Das Vorgängermodell M3 wurde unter der „MiniMax Community License“ veröffentlicht. Die Nutzung zu nichtkommerziellen Zwecken ist kostenlos. Bei einem Jahresumsatz von höchstens 20 Millionen US-Dollar ist eine kommerzielle Nutzung erlaubt, sofern eine Meldung erfolgt und der Hinweis „Built with MiniMax M3“ angebracht wird. Ob für M3.1 Flash dieselben Bedingungen gelten, wird sich bei der Veröffentlichung zeigen.

Der Begriff „offene Modellgewichte“ lässt vermuten, dass eine freie Nutzung möglich ist. Tatsächlich unterscheiden sich die Bedingungen jedoch je nach Lizenz, etwa hinsichtlich des zulässigen kommerziellen Einsatzes und der Pflicht zur Namensnennung. Worauf zu achten ist, hängt davon ab, ob man das Modell privat ausprobieren oder in einen eigenen Dienst integrieren möchte.

Der niedrige Preis und die hohe Geschwindigkeit könnten agentische Anwendungen für mehr Nutzer zugänglich machen. Am sichersten lässt sich das Modell beurteilen, wenn man nach der Veröffentlichung der Gewichte in vier Tagen sowohl die Leistung für die jeweiligen Anwendungsbereiche als auch die Lizenzbedingungen prüft.

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